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Einfach mal Ferien

Einige können es vielleicht nicht verstehen, weil wir ja «nur OL machen», aber diese Woche, die wir nun schon in Schweden sind, ist für mich «einfach mal Ferien». Selten in letzter Zeit konnte ich so viel stricken, lesen oder schreiben. Stefan und ich geniessen jeden Tag. Und dies trotz – oder eben wegen der Orientierungsläufe.

Mittlerweile haben wir vier Stück davon absolviert, mal mehr, öfters weniger gut. Pro Tag sind wir etwa eine Stunde (eher weniger sogar) rennend unterwegs, den Rest vom Tag machen wir, was wir wollen. Das heisst, ganz wenig wandern, viel lesen und stricken (ich) oder viel Karten studieren (Stefan).

Wir sind komplett erholt und wissen zum Teil schon gar nicht mehr, wie wir noch länger liegen sollen am Morgen. Die Wettkämpfe begannen für uns immer erst gegen elf Uhr, so dass wir jeden Tag ausschlafen konnten. Das Wetter war mehr als nur fantastisch, so dass wir uns, solange wir draussen waren, in der Sonne braten durften. Fürs Rennen war es uns fast schon zu heiss. Zum Glück gibt es überall Bäche, wo wir wenigstens die Füsse abkühlen konnten. Heute hätte sogar ein See zum Baden gelockt, aber so weit gingen weder Stefan noch ich. Alles was recht ist.

Im Idre Fjäll gibt es vor allem viel Natur. Auch wenn das Skiressort recht bebaut ist, fühlen wir uns nicht wie in einem Touristenort. Die Häuser ragen kaum aus den Bäumen heraus, alles ist irgendwie in die Natur eingebettet. Wie es allerdings im Winter hier aussieht, möchte ich nicht wissen. Ich denke, dann hätte es uns wohl zu viele Menschen. Idre Fjäll ist wirklich eine grosse Anlage, mit riesigen Sesselliften und unzähligen Skipisten. Aber auch im Sommer wird viel angeboten. Es hat Rollskistrecken, Bike-Parcours, Reitwege, man kann Bogen schiessen, baden, Frisbee oder Minigolf spielen. Vor allem für Familien mit Kindern ist allerhand los. Kein Wunder, pilgern die Schweden auch im Sommer hierher.

Für Stefan und mich sind die Wälder rund um Idre Fjäll ein Genuss. Schwierig zum einen Teil, pfeilschnell zum anderen Teil. Manchmal kommt man fast nur «hoppelnd» durchs Gelände, manchmal hätte man gern einen Turbo, den man zünden kann. Auch wenn wir mittlerweile Genuss-läufer geworden sind, so können wir uns über Fehler ärgern, aber gottlob nicht lange. Und danach tun wir eben das, was wir auch lieben – Ferien machen!

Nun stehen noch drei Wettkämpfe auf dem Programm, wir siedeln dafür morgen nach Sälen über.