Die Ferien haben begonnen

Seit bald zwei Tagen sind Stefan und ich unterwegs im „hohen“ Norden, und vom Gefühl her sind wir bestens angekommen. Wir haben die lange Reise unbeschadet überstanden und sogar beim ersten OL wieder ins Ziel gefunden. Das Leben kann ja so schön sein…. (Bilder gibt es am Schluss)

Pünktlich um zwei Uhr am Freitag fuhren wir in Stettlen ab. Es war heiss, und die Aussicht auf viele Staus durch Deutschland liessen uns noch nicht grad froh stimmen. Die Hitze bewältigten wir dann dank Klimaanlage problemlos, während den Staus brauchte es wahrlich viel Geduld. Morgens kurz vor zwei Uhr schifften wir dennoch nach Dänemark ein und wussten, dass wir das Gröbste geschafft hatten. Bereits durch Dänemark hindurch wurde es während der Nacht fast nicht mehr dunkel – nun wussten wir es – die Ferien hatten begonnen.

Bereits kurz nach zehn Uhr kamen wir in Oslo an, wo wir einen ersten kurzen Halt geplant hatten. Mein Norwegisch-Kollege Christian schaffte letztes Jahr das, wovon ich wohl nur träumen kann: er wanderte aus. Zusammen mit seiner norwegischen Frau Katharina (aha, ein bisschen einfacher hatte er es also mit dem Auswandern schon) und Töchterchen Emilie bewohnt er ein tolles Haus nicht weit vom Holmenkollen entfernt. Vor einem Monat gesellte sich Sohn Nicolas zur Familie, und nun wollten wir schauen, wie es den vieren so ging. Auch wenn wir nur knapp zwei Stunden zu Besuch waren, genoss ich den Aufenthalt und die Gastfreundschaft sehr.

Um die Mittagszeit ging die Reise dann für Stefan und mich weiter. Über Hamar, Elverum und Trysil fuhren wir nach Idre, von dort nach dem überlebenswichtigen Hamstern von Nahrungsmitteln hinauf ins Fjäll. Wir bezogen eine gleiche Hütte wie vor zwei Jahren und schafften es, innert weniger Minuten ein vollständiges Chaos zu veranstalten. Unsere Ausrede: die Hütte ist für Ordnung viel zu klein.

Übrigens hatten wir bis dann bereits einen Elch gesehen. Um ein Haar hätte er unser Auto erwischt, zum Glück war er schneller als wir…. Rentiere gab es auch schon einige zu begutachten. Die sind hier fast handzahm.

Nach einem feinen z’Nacht (unser erster Lachs….) ging es bald einmal in die Betten, denn die Nacht vorher verbrachten wir ja praktisch schlaflos. Wir hielten es dann auch bis heute um acht Uhr aus. Gemütlich frühstückten wir, dann ging es noch etwas weiter ins Fjäll hoch zum ersten OL. Bei wunderschönem Sonnenwetter startete zuerst Stefan, dann bald auch ich. Wir genossen die Läufe sehr, wären einfach gerne ein bisschen fitter gewesen. Was solls, das kommt auch noch. Nach den Läufen wanderten wir gemütlich zu einem der Bergrücken und genossen von dort die herrliche Aussicht. Danach war Ausruhen angesagt, schliesslich sind wir erst am Anfang einer OL-Woche, da müssen wir mit unseren Kräften etwas haushälterisch umgehen. Morgen ist deshalb schon Ruhetag, wir werden uns beim Wandern wohl etwas kaputt spielen, hahaha!